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Angiologie

bedeutet Diagnose und Behandlung von Gefässleiden

Arterielle Durchblutungsstörungen der Beine meistens Folge von Gefässverkalkungen (Atherosklerose) sind die sog. «Raucherbeinen». Durchblutungsstörungen der Arme sind seltener; oft ist die Ursache eine rheumatologische Erkrankung. Wenn die Hauptschlagader (Aorta) sich plötzlich vergrössert (Aneurysma) muss sie regelmässig kontrolliert und evt. operiert oder mit dem Katheter behandelt werden. «Streifschlägli» oder Schwindel können Folge von «verstopften» Halsgefässe sein; diese werden deshalb mit speziellem Ultraschall untersucht. Erkrankungen oder Krämpfe in den kleinen Blutgefässe der Finger verursachen sog. «Totenfinger», (Raynaud-Syndrom); diese Gefässe werden mit einem speziellen Mikroskop, dem Kapillarmikroskop untersucht.

Kapillarmikroskopien führe ich auf der Abteilung für Angiologie am Kantonsspital Luzern durch. Anmeldung via Telefon 041 205 22 48 / Fax 041 205 22 49.

Venöse Störungen sind erweiterte Venen sog. «Krampfadern» (Varizen) oder kleine Gefässerweiterungen in der Haut (Besenreiser). Diese können je nach Beschwerden operiert oder verödet werden. Die Entzündung einer Vene direkt unter der Haut ist eine «Venenentzündung», eine verstopfte tiefe Vene ist eine «Thrombose». Beide Erkrankungen können eine Lungenembolie verursachen und müssen deshalb rasch abgeklärt und behandelt werden.

Eiweissreiche Flüssigkeit wird nicht in den Blutgefässen befördert, sondern durch die Lymphbahnen. Wenn diese verstopft oder zerstört sind (angeboren oder nach Verletzung z.B. Bestrahlung oder Operation) entsteht eine Schwellung bis in die Zehen- oder Fingerspitzen, das. sog. Lymphödem. Dieses wird durch spezielle Bandagierungen und Massagen behandelt.

Komplikationen von Durchblutungsstörungen (Arterien und Venen) sind das «offenen Bein» (Ulcus cruris). Die Behandlung ist schmerzhaft, langwierig und braucht viel Geduld von PatientIn, Ärztin und Personal.